Island im Winter

Wir haben uns auf die Reise in den Norden gemacht, zu dritt mit Mietwagen. Ziel war ein Reiterhof, dessen Besitzer ich schon vor Jahrzehnten in Berlin kennengelernt hatte, genau genommen vor etwa 35 Jahren. Schon damals versprachen wir, bei ihm auf dem Hof vorbeizuschauen. Nun war es also soweit! Petra und Peter waren bereit ein paar Tage vor unserer gebuchten Südtour das Land zu erkunden und uns zu akklimatisieren. Wir hatten in diesen Tagen den isländischen Winter vom feinsten. Wetterwechsel, Mondlandschaften, Wasserfälle (eingefroren) und Pferde. Fantastisch. Ein beeindruckendes Erlebnis für Peter waren die 18% Gefälle auf eisglatter Straße.... Ich konnte nicht hinschauen und hielt mich an der Kamera fest. Aber alles lief gut und Peter hatte Auto, Straße und Gefälle im Griff. Sein Glück, unser Glück. Es war toll. Dann trafen wir in Reykjavik unsere restliche Gruppe mit Chris von World Geographic Excursions und starteten die Tour in den Süden bis Stokksnes. Auch jetzt hatten wir überraschend gutes, bzw. spannendes Wetter. Stürmisch, wechselnd, atemberaubend. Und fast überall stand schon ein Bus mit Indern oder anderen Asiaten. Wir dachten im Winter ist das anders als im Sommer. Nein, es ist genauso und sie sind genauso schlecht gekleidet wie im Sommer. Aber trotzdem wirkten alle irgendwie entspannt und lustig. Meistens jedenfalls. Dunkel war es nur nachts, leider auch meist zu bewölkt für Polarlichter. Meine Kleidung war für die Arktis ok, für Island eher zu warm. Aber das war gut so - ich war gewappnet und gerüstet und denke ich müsste mal noch weiter nördlich fahren. Schaun wir mal. Island ist eine Reise wert!